Gibson Les Paul
Goldtop, Standard, Custom, Junior, Studio und moderne Weiterentwicklungen: Seit 1952 ist die Gibson Les Paul zu einer ganzen Modellfamilie gewachsen. Gitarren-Kult ordnet ihre Geschichte, die wichtigsten Varianten und besondere Instrumente aus dem eigenen Archiv ein.
Die Les Paul begann 1952
Gibson führte die Les Paul 1952 in Zusammenarbeit mit dem Gitarristen und Erfinder Les Paul ein. Das erste Serienmodell erschien in Gold und war mit zwei P-90-Pickups und einem Trapez-Saitenhalter ausgestattet.
Schon in den folgenden Jahren entwickelte Gibson das Konzept weiter. 1954 kamen unter anderem Les Paul Custom und Les Paul Junior hinzu, 1955 folgte die Les Paul Special. Die heute besonders berühmte Les Paul Standard mit Cherry-Sunburst-Finish erschien 1958.
Deshalb ist „Les Paul“ heute nicht die Bezeichnung für eine einzige technische Ausführung. Standard, Custom, Junior, Special, Deluxe, Studio und Modern verfolgen unterschiedliche Konzepte innerhalb derselben Modellfamilie.
Im deutschsprachigen Raum wird die Les Paul umgangssprachlich häufig „Paula“ genannt. Gibson selbst verwendet diese Bezeichnung nicht als offizielle Modellbezeichnung.
Das klassische Les-Paul-Grundkonzept
Nicht jede Les Paul ist technisch identisch. Die heutige Les Paul Standard 50s zeigt jedoch sehr klar die klassische Grundidee.
Die aktuelle Standard 50s kombiniert einen Mahagoni-Korpus mit einer geschnitzten Ahorn-Decke.
Der Mahagoni-Hals ist eingeleimt. Das Griffbrett besteht bei der aktuellen Standard 50s aus Palisander.
Die kurze Gibson-Mensur gehört zu den dauerhaft prägenden Merkmalen der klassischen Les-Paul-Konstruktion.
1952 war nur der Anfang
Die erste Gibson Les Paul von 1952 war eine Goldtop mit zwei P-90-Pickups und Trapez-Saitenhalter. Das Modell veränderte sich danach schnell. Gibson entwickelte Hardware, Pickups, Oberflächen und Ausstattungsstufen fortlaufend weiter.
1954 erschien die Les Paul Custom als hochwertiges Spitzenmodell mit aufwendigerem Binding und schwarzem Finish. Ebenfalls 1954 kam die einfach gehaltene Les Paul Junior hinzu. 1955 ergänzte Gibson die Les Paul Special mit zwei P-90-Pickups.
Für die spätere Wahrnehmung der Les Paul ist vor allem der Zeitraum 1958 bis 1960 entscheidend. 1958 erschien die Les Paul Standard mit Cherry-Sunburst-Finish. Diese Gitarren werden heute häufig schlicht als „Bursts“ bezeichnet und gehören zu den bekanntesten historischen Solidbody-Gitarren überhaupt.
Die Geschichte endete damit nicht. In den folgenden Jahrzehnten kamen weitere Linien hinzu, darunter Deluxe und Studio. Gibson entwickelt die Les-Paul-Familie bis heute sowohl historisch orientiert als auch mit modernen Konstruktionen weiter.
Kurzchronik
1952: erste Gibson Les Paul als Goldtop.
1954: Les Paul Custom und Junior.
1955: Les Paul Special.
1958: erste Cherry-Sunburst Les Paul Standard.
1969: Les Paul Deluxe mit Mini-Humbuckern.
1983: Einführung der Les Paul Studio.
Die wichtigsten Les-Paul-Linien
Gibson führt heute mehrere klar voneinander abgegrenzte Les-Paul-Konzepte. Die Unterschiede reichen von stark reduzierten P-90-Modellen bis zu aufwendig ausgestatteten Custom- und modernen High-Performance-Versionen.
Standard
Das klassische Les-Paul-Konzept mit geschnitzter Ahorn-Decke, Mahagoni-Korpus, eingeleimtem Hals und zwei Humbuckern.
Custom
Die aufwendiger ausgestattete Linie mit mehrlagigem Binding, hochwertigeren Zierelementen und dem charakteristischen „Tuxedo“-Auftritt.
Studio
Seit 1983 eine funktional reduzierte Les Paul, bei der Gibson auf einen Teil der kostspieligeren optischen Ausstattung verzichtet.
Junior
Seit 1954 die besonders reduzierte Les Paul mit einfachem Slab-Body und ursprünglich einem einzelnen P-90-Pickup.
Special
Seit 1955 eine Erweiterung des Junior-Konzepts mit zweitem P-90 und vollständiger Volume- und Tone-Regelung.
Modern
Moderne Les-Paul-Varianten kombinieren das klassische Grunddesign mit Gewichtsreduzierung, verbessertem Zugang zu hohen Bünden und erweiterten Schaltmöglichkeiten.
Drei bekannte Namen, drei unterschiedliche Konzepte
Der alte Gitarren-Kult-Text stellte diese drei Varianten nebeneinander. Sie gehören tatsächlich zu den wichtigsten Les-Paul-Linien, entstanden aber zu völlig unterschiedlichen Zeitpunkten.
Les Paul Standard
Die berühmte Cherry-Sunburst-Ausführung erschien 1958. Die aktuelle Standard 50s setzt auf Mahagoni-Korpus, geschnitzte Ahorn-Decke, Mahagoni-Hals und Palisandergriffbrett.
Gibson verwendet heute Burstbucker 1 und 2 Humbucker sowie handverdrahtete Regler mit Orange-Drop-Kondensatoren.
Les Paul Studio
Gibson führte die Studio 1983 ein. Die Idee war eine zugänglichere Les Paul mit den wesentlichen konstruktiven Merkmalen, aber weniger kostspieliger optischer Ausstattung.
Die aktuelle Studio besitzt einen gewichtsreduzierten Mahagoni-Korpus mit Ahorn-Decke und deutlich modernere Schaltmöglichkeiten als viele historische Studio-Generationen.
Les Paul Custom
Die Custom erschien bereits 1954 als hochwertiges Spitzenmodell. Mehrlagiges Binding, aufwendige Inlays und der elegante „Black Beauty“- beziehungsweise „Tuxedo“-Look prägen ihre Geschichte.
Die aktuelle Gibson Custom Ausführung verwendet unter anderem ein Ebenholzgriffbrett, 490R/498T-Humbucker und einen Mahagoni-Korpus mit Ahorn-Decke.
Shred Les Paul Studio mit Floyd Rose
Der bestehende Gitarren-Kult-Bestand enthält eine ungewöhnliche Les Paul Studio, die deutlich zeigt, wie weit Gibson das klassische Konzept zeitweise modernisiert hat.
Les Paul trifft Floyd Rose
Der alte Datensatz beschreibt diese Shred Les Paul Studio mit Mahagoni-Korpus, Ahorn-Decke und Mahagoni-Hals.
Dokumentiert sind außerdem ein Richlite-Griffbrett mit 22 Bünden, 490R- und 498T-Pickups, zwei Volume- und zwei Tone-Regler sowie ein Floyd-Rose-Vibratosystem.
Genau diese Kombination macht das Instrument innerhalb des Gitarren-Kult-Archivs interessant: Die typische Les-Paul-Bauform wird hier mit einer Hardware verbunden, die eher aus dem High-Performance-Bereich bekannt ist.
Diese Detailangaben stammen aus dem bestehenden Gitarren-Kult-Datensatz zu genau diesem Instrument und werden nicht pauschal auf andere Les Paul Studio Modelle übertragen.
Gibson Shred Les Paul aus dem Gitarren-Kult-Archiv
Rückseite des Archivmodells
„Tribute to Les Paul“ Goldtop
Ein weiteres besonderes Instrument im Gitarren-Kult-Archiv ist eine 2009er Goldtop, die im bisherigen Datensatz als „'52 LP Tribute to Les Paul“ bezeichnet wird.
Der Archivtext nennt einen Mahagoni-Korpus, zwei Gibson P-90-Pickups, Kluson-Style-Mechaniken und einen Wrapover-Trapeze-Saitenhalter. Auffällig ist außerdem die „Prototype“-Markierung auf der Kopfplatte.
Die alte Seite nennt eine limitierte Stückzahl von 564 Instrumenten. Diese Zahl wird in der neuen Fassung nicht als gesicherte Herstellerangabe übernommen, solange dafür keine belastbare Gibson-Primärquelle vorliegt.
Baujahr, Modellbezeichnung, Bilder und die genannten Ausstattungsdetails stammen aus dem bestehenden Gitarren-Kult-Archiv.
„Tribute to Les Paul“, im Archiv dem Jahr 2009 zugeordnet
Rückseite des 2009er Archivmodells
Les Paul Studio Gothic
Der bisherige Gitarren-Kult-Datensatz ordnet die Les Paul Studio Gothic dem Jahr 2000 und der damaligen Gothic-Serie zu.
Beschrieben werden schwarze Hardware und Bedienelemente, ein Mahagoni-Hals mit Ebenholzgriffbrett, 490R- und 498T-Pickups, ein Stern-Mondsichel-Inlay im zwölften Bund sowie ein Orville-Gibson-Motiv auf der Rückseite der Kopfplatte.
Diese Detailangaben werden als Archivinformationen erhalten, aber nicht auf spätere oder andere Gibson Gothic Modelle übertragen.
Warum dieses Modell hier bleibt
Die Gothic zeigt, dass „Les Paul Studio“ nie für eine einzige unveränderte Spezifikation stand.
Gibson hat die Studio-Linie seit 1983 wiederholt verändert und mit unterschiedlichen Materialien, Pickups und Ausstattungsmerkmalen angeboten.
Historische Linien und moderne Varianten parallel
Gibson führt die Les Paul heute nicht als ein einziges Modell, sondern als breite Familie. Dazu gehören unter anderem Standard, Custom, Deluxe, Junior, Special, Studio, Modern und Supreme.
Historisch orientierte Les Pauls
Standard-50s- und Standard-60s-Modelle orientieren sich an den bekannten Konstruktionen der sogenannten Golden Era und verzichten bei aktuellen Standard 50s Modellen auf Weight Relief.
Mehr Komfort und Schaltmöglichkeiten
Moderne Les Pauls nutzen je nach Modell Gewichtsreduzierung, konturierte Hals-Korpus-Übergänge, Push/Pull-Schaltungen und weitere Funktionen, die beim historischen Original nicht vorhanden waren.
Grundlage dieser Seite
Die Les-Paul-Chronologie und die heutige Modellstruktur wurden mit aktuellen Gibson-Quellen abgeglichen. Die besonderen Shred-, Tribute- und Gothic-Instrumente sowie deren Bilder stammen aus dem bestehenden Gitarren-Kult-Archiv.
Gibson dokumentiert Einführung 1952, Custom und Junior ab 1954, Special ab 1955, die Cherry-Sunburst Standard ab 1958, Deluxe ab 1969 und Studio ab 1983.
Gibson Geschichte öffnen →Aktuelle Herstellerdaten zu Mahagoni-Korpus, Ahorn-Decke, Mahagoni-Hals, Palisandergriffbrett, Burstbuckern und handverdrahteter Elektronik.
Standard 50s ansehen →Herstellerdaten zur heutigen Studio mit Ultra-Modern Weight Relief, Ahorn-Decke, Mahagoni-Hals und erweiterten Pickup-Schaltungen.
Aktuelle Studio ansehen →Aktuelle Herstellerreferenz zu Ebenholzgriffbrett, mehrlagigem Binding, 490/498-Humbuckern und der heutigen Custom-Konstruktion.
Les Paul Custom ansehen →Weitere Gibson Modelle
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