Gibson Flying V
1958 war ihre Form ihrer Zeit weit voraus. Heute gehört die Gibson Flying V zu den bekanntesten Gitarrensilhouetten überhaupt. Gitarren-Kult zeigt die Geschichte des Modells und mehrere außergewöhnliche Varianten aus dem Archiv.
Die Flying V war 1958 ihrer Zeit weit voraus
Gibson führte die Flying V 1958 ein. Der pfeilförmige Korpus unterschied sich radikal von den damals etablierten Gitarrenformen und gehört heute zu den unverwechselbarsten Designs der Marke.
Der kommerzielle Erfolg stellte sich zunächst nicht ein. Gibson selbst nennt für 1958 lediglich 81 ausgelieferte Instrumente. Gerade diese frühen Korina-Modelle sind deshalb ein wichtiger Bezugspunkt für spätere Reissues.
In den folgenden Jahrzehnten wurde das Grunddesign immer wieder neu interpretiert. Unterschiedliche Hölzer, Hardware, Pickups und konstruktive Details führten zu Flying-V-Varianten, die sich teilweise erheblich voneinander unterscheiden.
Technische Angaben gelten immer für das konkret beschriebene Modell. Eine Flying V von 1958, eine V2 von 1979 und eine High Performance von 2016 sind nicht einfach dasselbe Instrument mit anderem Baujahr.
Drei Eckpunkte der Flying-V-Geschichte
Zwischen dem Original von 1958 und heutigen Modellen liegen zahlreiche Neuauflagen und konstruktive Veränderungen.
Gibson führte die Flying V 1958 ein. Nur 81 Instrumente wurden nach Herstellerangaben in diesem Jahr ausgeliefert.
Die historische 1958er Ausführung verwendete Korina für Korpus und Hals sowie ein Palisandergriffbrett.
Die historische Grundschaltung mit zwei Lautstärkereglern, einem Tonregler und Dreiwegschalter findet sich auch bei Gibsons aktueller 1958 Korina Reissue.
Vom schwierigen Start zum Rock-Klassiker
Die Flying V entstand in einer Phase, in der Gibson mit deutlich futuristischeren Formen experimentierte. Zu diesem Umfeld gehörten auch die Explorer und die Moderne.
Die Flying V von 1958 bestand aus Korina. Das aktuelle Historic-Reissue-Modell von Gibson dokumentiert außerdem einen Korina-Hals, ein Palisandergriffbrett, eine 24,75-Zoll-Mensur, zwei Humbucker sowie die typische Schaltung mit zwei Volume- und einem Tone-Regler.
Der zunächst geringe Absatz bedeutete nicht das Ende der Form. Spätere Generationen griffen das Design erneut auf und veränderten Materialien, Halskonstruktion, Hardware und Elektronik. Dadurch entwickelte sich die Flying V von einer ungewöhnlichen 1950er-Jahre-Idee zu einer dauerhaften Gibson-Modellfamilie.
Heute führt Gibson die Flying V wieder als eigene Kategorie. Die Form ist längst nicht mehr auf ein bestimmtes Jahrzehnt oder eine einzige Musikrichtung beschränkt.
Kurzchronik
1958: Einführung der Flying V.
1958: 81 Instrumente laut Gibson ausgeliefert.
1970er: weitere Flying-V-Generationen und Sondermodelle.
1979: Einführung der deutlich veränderten Flying V2.
Heute: Original-, Custom- und Reissue-Varianten im Gibson-Programm.
Flying V2 von 1979
Die Flying V2 gehört zu den auffälligsten Neuinterpretationen der klassischen V-Form. Das hier gezeigte Instrument ist im bestehenden Gitarren-Kult-Archiv dem Jahr 1979 zugeordnet.
Eine Flying V, die bewusst anders aussieht
Der bisherige Gitarren-Kult-Datensatz beschreibt die V2 mit einer mehrteiligen Konstruktion aus Walnuss und Ahorn sowie einem gebundenen Ebenholzgriffbrett mit 22 Bünden.
Besonders auffällig sind die beiden sogenannten Boomerang-Pickups. Diese Pickupform prägt die Optik der frühen V2 und unterscheidet sie unmittelbar von klassischen Flying-V-Modellen.
Im Archiv sind außerdem zwei Volume-Regler, ein Tone-Regler, Tune-O-Matic-Brücke und vergoldete Hardware dokumentiert.
Die Detailangaben zu diesem konkreten Instrument stammen aus dem bestehenden Gitarren-Kult-Archiv. Exakte Produktionsstückzahlen werden hier bewusst nicht genannt, solange dafür keine belastbare Herstellerquelle vorliegt.
Gibson Flying V2, im Archiv als Baujahr 1979 dokumentiert
Rückseite der dokumentierten Flying V2
Flying V ’58 Korina Reissue aus den frühen 1980ern
Im Gitarren-Kult-Archiv befindet sich außerdem Bildmaterial einer Flying V ’58 Korina Reissue aus dem Zeitraum 1980 bis 1982.
Diese Serie griff bewusst die Materialwahl der frühen Flying V wieder auf. Korina ist das Holz, das Gibson auch bei der originalen 1958er Flying V verwendete und bei heutigen Historic Reissues erneut einsetzt.
Eine alte Angabe auf Gitarren-Kult nannte eine ungefähre Gesamtstückzahl dieser frühen 1980er-Reissues. Da dafür aktuell keine belastbare Herstellerquelle vorliegt, wird diese Zahl in der neuen Fassung nicht übernommen.
Bei historischen Reissues können technische Details innerhalb eines Produktionszeitraums variieren. Deshalb beschränkt sich dieser Abschnitt auf sicher einordenbare Merkmale.
Flying V ’58 Korina Reissue, im Archiv dem Zeitraum 1980 bis 1982 zugeordnet
Gibson Flying V High Performance von 2016
Dieses Instrument ist im Gitarren-Kult-Archiv als Flying V High Performance aus dem Jahr 2016 in Wine Red dokumentiert.
Der bisherige Datensatz beschreibt einen Mahagoni-Korpus, zwei Humbucker, zwei Volume-Regler, einen Tone-Regler und einen Dreiwegschalter. Vorder- und Rückseite des Instruments sind im Archiv erhalten.
Eine frühere Formulierung zum Halsmaterial war im alten Text nicht eindeutig und wird deshalb nicht übernommen. Genau solche Punkte werden bei der Überarbeitung bewusst entfernt, statt sie ungeprüft weiterzuführen.
Diese Seite trennt Modellgeschichte und konkrete Archivinstrumente. Angaben zum 2016er Instrument beziehen sich ausschließlich auf den vorhandenen Gitarren-Kult-Datensatz.
Flying V High Performance, im Archiv als Baujahr 2016 dokumentiert
Rückseite der 2016er Flying V
Die 1958er Flying V als Grundlage vieler Reissues
Gibsons aktuelle 1958 Korina Flying V Reissue dokumentiert, welche Merkmale der Hersteller heute als charakteristisch für die historische Ausführung rekonstruiert.
Korina
Korpus und Hals der aktuellen Historic Reissue bestehen aus Korina, dazu kommt ein Palisandergriffbrett mit 22 Bünden.
24,75 Zoll
Die Mensur entspricht der klassischen Gibson-Länge von 24,75 Zoll.
String-through
Die Saiten werden über eine ABR-1-Brücke durch den Korpus geführt. Dazu kommen zwei Humbucker und die klassische Drei-Regler-Schaltung.
Gibson pflegt mehrere Epochen der Flying V parallel
Das Modell ist weiterhin Bestandteil des Gibson-Programms. Neben modernen Flying-V-Varianten greift Gibson Custom historische Ausführungen gezielt wieder auf.
1958 Korina Flying V Reissue
Gibson Custom rekonstruiert die frühe Flying V mit Korina-Korpus, Korina-Hals, Palisandergriffbrett, ABR-1-Brücke und String-through-Konstruktion.
Gibson nennt für das historische Jahr 1958 nur 81 ausgelieferte Flying V.
Aktuelle Gibson Reissue ansehen →Flying V Medallion Reissue
Im Juli 2026 stellte Gibson Custom eine Neuauflage der Flying V Medallion von 1971 vor. Das historische Vorbild verwendete einen dünneren Mahagoni-Korpus als die 1958er Korina Flying V.
Gibson nennt für die ursprüngliche Medallion-Serie eine geschätzte Produktion von rund 350 Instrumenten.
Gibson Bericht zur Medallion Reissue →Gibson Flying V Bass
Die charakteristische V-Form wurde zeitweise auch auf einen viersaitigen Bass übertragen. Gitarren-Kult zeigt ein im Archiv als Baujahr 1981 dokumentiertes Exemplar auf der separaten Gibson-Bass-Seite.
Grundlage dieser Seite
Historische Kerndaten wurden mit aktuellen Gibson-Quellen abgeglichen. Bilder und Angaben zu den konkret gezeigten V2-, Reissue- und 2016er Instrumenten stammen zusätzlich aus dem bestehenden Gitarren-Kult-Archiv.
Herstellerangaben zu Einführung 1958, 81 ausgelieferten Instrumenten sowie historischen Konstruktionsmerkmalen.
Gibson Quelle öffnen →Gibson dokumentiert die 1971er Konstruktion, die geschätzte ursprüngliche Produktionsmenge und die Neuauflage von 2026.
Gibson Quelle öffnen →Weitere Gibson Modelle
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