Gibson Bass Gitarren
Gibson baut nicht nur Les Paul, SG oder Flying V. Seit 1953 gehören auch E-Bässe zur Geschichte des Herstellers. Vom frühen EB-1 über den Thunderbird bis zu Bassversionen bekannter Gitarrenformen zeigt Gitarren-Kult ausgewählte Gibson Bassmodelle.
Gibsons Bassgeschichte begann lange vor dem Thunderbird
Gibson nennt 1953 als Beginn seiner E-Bass-Produktion. Damals erschien der EB-1. In den folgenden Jahrzehnten entstanden eigene Bassformen ebenso wie Bassversionen bekannter Gibson-Gitarren.
Dazu gehören Instrumente mit kurzen Mensuren ebenso wie der Thunderbird, der 1963 als erster Gibson Bass mit 34-Zoll-Longscale-Mensur vorgestellt wurde. Gerade diese unterschiedlichen Konstruktionsansätze machen die Bassgeschichte von Gibson interessant.
Auf dieser Seite stehen vier Modelle im Mittelpunkt, die bereits im Gitarren-Kult-Archiv dokumentiert sind: Les Paul Bass, SG Bass, Thunderbird Bass und Flying V Bass.
Gibson hat im Laufe der Jahrzehnte weitere Bassmodelle gebaut. Diese Seite konzentriert sich auf die Instrumente und Modellfamilien, zu denen Gitarren-Kult bereits eigenes Bildmaterial oder Inhalte besitzt.
Drei Eckpunkte der Gibson-Bassgeschichte
Die Entwicklung zeigt, dass Gibson bei Bässen nicht nur bekannte Gitarrenformen verkleinert oder verlängert hat.
Gibson nennt den EB-1 als erstes eigenes E-Bass-Modell und damit als Beginn der Gibson-Bassproduktion.
Der von Ray Dietrich entworfene Thunderbird erschien gemeinsam mit der Firebird-Designfamilie.
Der Thunderbird war laut Gibson der erste Bass des Herstellers mit einer 34-Zoll-Longscale-Mensur.
Vier unterschiedliche Wege zum Gibson Bass
Die gezeigten Instrumente reichen vom bekannten Les-Paul- und SG-Design bis zu Thunderbird und Flying V.
Gibson Les Paul Bass
Der im Gitarren-Kult-Archiv gezeigte Les Paul Bass übernimmt die charakteristische Singlecut-Form der Les Paul. Dokumentiert sind ein Mahagoni-Korpus mit Ahorn-Decke und ein Mahagoni-Hals.
Das vorhandene Instrument ist mit zwei Thunderbird-Pickups, Tune-O-Matic-Brücke, Stopbar-Saitenhalter und Grover-Shamrock-Mechaniken beschrieben.
Damit verbindet dieser Bass eine der bekanntesten Gibson-Gitarrenformen mit einer eigenständigen Bassausstattung.
Die technischen Angaben in diesem Abschnitt beziehen sich auf das konkret im Gitarren-Kult-Archiv dokumentierte Instrument.
Gibson Les Paul Bass, Vorderseite
Gibson Les Paul Bass, Rückseite
Gibson SG Bass
Der im Archiv dokumentierte SG Standard Bass stammt aus dem Modelljahr 2019 und besitzt eine 30,5-Zoll-Shortscale-Mensur.
Beschrieben sind ein Mahagoni-Korpus, ein eingeleimter Mahagoni-Hals mit Palisandergriffbrett sowie ein Rhythm-SG-Bass-Humbucker am Hals und ein Lead-SG-Bass-Mini-Humbucker an der Brücke.
Zur Ausstattung des dokumentierten Instruments gehören außerdem eine Gibson 3-Point Adjustable Bass Bridge, Grover-Shamrock-Mechaniken, zwei Lautstärkeregler und ein Tonregler.
Zur Gibson SG Gitarre →
Gibson SG Bass, Vorderseite
Gibson SG Bass, Rückseite
Gibson Thunderbird Bass
Gibson führte den Thunderbird 1963 ein. Entworfen wurde die markante Form von Ray Dietrich, der auch für das Design der Firebird verantwortlich war.
Die frühen Thunderbirds besaßen eine durchgehende neunteilige Hals-Korpus-Konstruktion mit Mahagoni-Flügeln. Gibson bezeichnet den Thunderbird außerdem als ersten eigenen Bass mit 34-Zoll-Longscale-Mensur.
Spätere Generationen wurden konstruktiv verändert. Der aktuelle Thunderbird verwendet beispielsweise einen massiven Mahagoni-Korpus und einen eingeleimten Mahagoni-Hals. Deshalb sollten technische Angaben bei diesem Modell immer dem jeweiligen Baujahr zugeordnet werden.
Zur Gibson Firebird Gitarre →
Gibson Thunderbird Bass aus dem Gitarren-Kult-Archiv
Gibson Flying V Bass
Im bestehenden Gitarren-Kult-Archiv ist ein weißer Gibson Flying V Bass aus dem Jahr 1981 dokumentiert. Die Form überträgt eines der bekanntesten Gibson-Gitarrendesigns auf einen viersaitigen Bass.
Der vorhandene Datensatz beschreibt eine 30,5-Zoll-Shortscale-Mensur, eine massive Ahornkonstruktion, zwei Super-Humbucking-Pickups, getrennte Lautstärkeregler und einen gemeinsamen Tonregler.
Gerade weil Flying-V-Bässe deutlich seltener zu sehen sind als die entsprechende E-Gitarre, gehört dieses Instrument zu den ungewöhnlicheren Modellen im Gitarren-Kult-Archiv.
Die konkreten technischen Angaben und das Baujahr dieses Abschnitts stammen aus dem bestehenden Gitarren-Kult-Datensatz. Eine frühere Angabe zur exakten Stückzahl wird hier bewusst nicht wiederholt, da dafür keine ausreichend belastbare Primärquelle vorliegt.
Gibson Flying V Bass, im Archiv als Baujahr 1981 dokumentiert
Shortscale und Longscale bei Gibson
Ein auffälliger Teil der Gibson-Bassgeschichte ist der Wechsel zwischen kurzen und langen Mensuren. Gerade Thunderbird und SG Bass zeigen diesen Unterschied deutlich.
30,5 Zoll Shortscale
Frühere Gibson-Bässe wurden typischerweise mit kürzerer Mensur gebaut. Auch der SG Bass und das im Archiv dokumentierte Flying-V-Modell arbeiten mit 30,5 Zoll.
34 Zoll Longscale
Mit dem Thunderbird führte Gibson 1963 erstmals einen Bass mit 34-Zoll-Mensur ein. Diese Länge entspricht der klassischen Longscale-Auslegung vieler E-Bässe.
Gibson Bass ist mehr als eine Nebenlinie
Der erste Gibson E-Bass erschien 1953 als EB-1. Damit begann die Bassgeschichte des Herstellers deutlich vor dem Thunderbird.
In den folgenden Jahren entstanden weitere eigene Basskonzepte. Dazu gehörten Modelle aus der EB-Familie und später der Thunderbird. Gleichzeitig übertrug Gibson bekannte Gitarrenformen wie Les Paul, SG und Flying V auf den Bassbereich.
Gibson beschreibt seine Basshistorie heute selbst als Mischung aus eigenständigen Bassmodellen und Bassversionen bekannter Gitarren. Im aktuellen Sortiment und Markenarchiv werden unter anderem Thunderbird, EB, SG und Les Paul ausdrücklich als wichtige Gibson-Bassdesigns genannt.
Für Gitarren-Kult ist deshalb nicht entscheidend, eine vollständige Chronologie jeder jemals gebauten Variante anzulegen. Interessanter sind die Unterschiede zwischen den Modellfamilien und konkrete Instrumente, die sich nachvollziehbar dokumentieren lassen.
Kurzchronik
1953: Gibson EB-1 als erster E-Bass des Herstellers.
1950er/60er: weitere EB-Bassmodelle und Semi-Hollow-Konzepte.
1963: Einführung des Thunderbird mit 34-Zoll-Mensur.
Später: Bassversionen von Les Paul, SG und weiteren Gibson-Formen.
Gibson baut weiterhin E-Bässe
Anders als der alte Text dieser Seite vermuten ließ, ist Gibsons Bassbereich nicht auf eine eingefrorene Modellliste aus früheren Jahren beschränkt. Gibson führt weiterhin eine eigene Kategorie für elektrische Bässe.
Deshalb nennt Gitarren-Kult an dieser Stelle keine vermeintlich vollständige Liste aktuell lieferbarer Bassmodelle. Wer das heutige Gibson-Programm sehen möchte, findet die jeweils aktuelle Auswahl direkt beim Hersteller. Aktuelle Gibson Bass Gitarren ansehen →
Grundlage dieser Seite
Historische Angaben wurden mit aktuellen Herstellerinformationen abgeglichen. Die Detailinformationen und Bilder zu den vier gezeigten Instrumenten stammen zusätzlich aus dem bestehenden Gitarren-Kult-Archiv.
Gibson nennt 1953 und den EB-1 als Beginn der eigenen Bassproduktion und ordnet Thunderbird, EB, SG und Les Paul als wichtige Bassdesigns ein.
Gibson Quelle öffnen →Die aktuelle Herstellerseite dokumentiert Einführung 1963, Designer Ray Dietrich, die frühe Neck-through-Konstruktion und die erste 34-Zoll-Mensur bei einem Gibson Bass.
Gibson Thunderbird Quelle öffnen →Zurück zu den Gibson Modellen
Neben den Bässen findest Du bei Gitarren-Kult Les Paul, SG, Nighthawk, Moderne, Flying V, Explorer und weitere Gibson-Modelle.